Herzlich willkommen auf unserer Website.

Wir über uns

Wer sind wir? Was wollen wir?

 

 

Menschen, die sich aus unterschiedlichen Gründen den Redemptoristen nahe fühlten und Ehemalige der Redemptoristen– Internate in Bonn, Bous und Glanerbrück haben sich in einem Verein zusammengeschlossen. Sie sind zufällig oder weil sie die gleiche Schule besucht haben, über ein ähnliches Schicksal miteinander verbunden: ihnen wurde physisch oder psychisch Gewalt angetan, meist sexuell geprägte Gewalt.

 

Wir haben uns (siehe Chronik) zu unterschiedlichen Zeiten an die Verantwortlichen des Ordens gewandt mit der Bitte um Kenntnisnahme und Aufarbeitung. Die meisten in den Jahren 2010 und 2011, aufgeweckt durch die öffentliche Missbrauchsdiskussion, ermutigt durch das schlichte Signal von Klaus Mertes, Leiter des Canisius- Kollegs der Jesuiten in Berlin, mit dem er die unheilvolle Dynamik der Macht entmachtet hat (Brüntrup SJ): „Wir glauben Ihnen. Melden Sie sich“. Die mediale Berichterstattung am Jahresbeginn 2010 entfaltete einen eigenartigen Sog, dem sich der Einzelne nicht mehr entziehen konnte und nicht entziehen wollte, es entstand gleichsam eine gemeinsame Realität all derer, die betroffen waren. Die gemeinsame Realität, das "Wir" überwandt die individuelle Scham.

 

Jeder Einzelne entwickelte unabhängig von den anderen die Hoffnung, dass auch die Redemptoristen bereit wären, sich dem öffentlichen Druck zu ergeben oder gar aus eigenem Antrieb uns zuzuhören. Die allermeisten hatten noch nie miteinander gesprochen, einige wenige kannten sich aus der gemeinsamen Schulzeit, hatten aber viele Jahre keinen Kontakt mehr zueinander. Es haben sich neue Freundschaften gebildet.

 

Tatsächlich begann der Orden der Redemptoristen im Frühjahr 2010 damit, die Meldungen von Missbrauchsopfern ernst zu nehmen und die Schattenseiten seiner Geschichte aufzuklären. Der Orden beauftragte den Präsidenten des Amtsgerichts Leverkusen Herrn Merzbach mit der entsprechenden unabhängigen Untersuchung. Wir fühlten uns unmittelbar durch Herrn Merzbach angenommen und verstanden. Es entstand ein persönliches Vertrauensverhältnis, auf der Seite der Opfer nur selten eingetrübt durch das Auf und Ab verständlicher Misstrauensregungen gegenüber Kirche und Orden. Für den Aufbau des gegenseitigen Vertrauens war die spürbare persönliche Integrität des Herrn Merzbach entscheidend wie auch die Tatsache, dass die Opfer Herrn Merzbach als Richter und Jurist eher Unbestechlichkeit zusprachen als irgendjemand anderem. Die meisten Betroffenen hatten in Ihrem Leben gelernt, kirchlichen Worten gegenüber misstrauisch zu sein und kirchlichen Taten gegenüber erst recht. Die Tatsache, dass der Beauftragte des Ordens als Richter aktiv tätig ist, betrachten wir als besonderen Glücksfall und als Grundlage für den gelungenen Beginn einer profilierten Aufarbeitung. Für den Orden vermuten wir eine ähnliche Zuschreibung, so dass es nie dazu kam, dass der Inhalt der Aufklärungsarbeit in Zweifel gezogen wurde. Weder wurden von unserer Seite je Aussagen, dass Akten z. B. unauffindbar seien, in Frage gestellt noch wurde je von Seiten des Ordens der Untersuchungsauftrag zurückgezogen- trotz schwer wiegender Vorwürfe des untersuchenden Richters an den Orden, was das Organisationsversagen angeht. Dem Beauftragten des Ordens gelang das Kunststück, in kurzer Zeit zwei detaillierte Zwischenberichte mit dezidierter Bewertung der Taten zu erstellen.

 

Herrn Merzbachs Berichte beruhten auf den eingegangenen Meldungen. Der Orden hat diese Arbeit unserer Einschätzung nach ausdrücklich unterstützt, er hat im Laufe der beiden Jahre auch sein Bemühen, weitere Opfer ausfindig zu machen, deutlich ausgeweitet. Trotzdem wurden wir den Eindruck nie los, dass der Orden in seiner Aufklärungsarbeit mehr tun könne. 2013 haben wir uns im Verein „Missbrauchsopfer Collegium Josephinum Bonn und Redemptoristen e.V.“ organisiert und wollen damit als Betroffene selbst nachdrücklich zur Aufarbeitung beitragen. Die Vereinsgründung und die Erstellung einer Homepage werden damit ein wenig zur Probe aufs Exempel, ob man auch von Seiten des Ordens hätte mehr erreichen können.

 

In den beiden vergangenen Jahren war uns die eigene Präsenz in den gemeinsamen Gesprächen genug, wir sahen uns selbst mehr als Einzelopfer, die das notwendige Gehör im Orden endlich gefunden hatten und ein gesellschaftliches Gehör schon von selbst finden würden. Das war ein Trugschluss. Wir sahen uns im Gegensatz zu anderen Betroffenengruppen wie dem Eckigen Tisch, den Missbrauchs- und Misshandlungsopfern in Ettal und anderen aus der öffentlichen Debatte ausgeschlossen. Zur Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung z.B. gab es vermutlich schon allein deshalb keine engere Kommunikation, weil wir so unorganisiert als ernst zu nehmende Gesprächspartner nicht wahrnehmbar waren. Dabei hätten wir doch zu Vielem das Eine oder Andere beitragen können.

 

Uns ist es wichtig, dass das, was uns geschehen ist, auch in Zukunft nicht klein geredet werden kann und in Vergessenheit gerät. Deshalb soll es diese öffentliche Dokumentation der Berichte geben, sofern die Betroffenen im Einzelfall zustimmen. Uns ist es wichtig, dass aus dieser Dokumentation für die Zukunft von Kindern gelernt werden kann. Wir verstehen uns, so seltsam sich das anhören mag, als Experten im Missbrauchtwerden und wollen mitreden.

 

Wir haben uns auch zu einem Verein zusammengeschlossen, weil wir dem Orden gegenüber unsere Erwartungen bezüglich einer wirklichen Wiedergutmachung öffentlich aufrecht erhalten wollen.

 

Mit unserem Newsletter (Anmeldung in der Fußzeile) möchten wir Sie regelmäßig über die Fortschritte informieren.

 

 

 

 

Warum reden wir erst jetzt?

 

Was hätten wir sagen sollen? Was hätten wir sagen können? Wer hätte uns was geglaubt? Aber auch: wir hätten überhaupt wissen müssen, was wir hätten sagen müssen. Wussten wir doch nicht mehr, was richtig und was falsch war, wussten wir doch nicht mehr, was Sünde war und was nicht. Alles war verdreht. Da war auch niemand, dem wir uns hätten anvertrauen können. Uns erschien niemand der Erwachsenen so vertrauenswürdig, dass wir hätten sicher annehmen können, dass er oder sie uns schützen würde.

 

Zahlreiche Betroffene waren froh vom Internat weggekommen zu sein. Viele waren später nie auf Klassentreffen, wenn solche überhaupt stattfanden. Viele hatten auch kein Abitur in Bonn gemacht, sie hatten das Internat und die Schule schon vorher aus eigenem Antrieb verlassen oder wurden "als fauler Apfel" (Pater S.) durch die Täter und die, die sie deckten, entlassen. Für die Entlassenen gab es schon überhaupt keine Ansprechpartner. Für andere war der langjährige Täter oft der einzig präsente Ansprechpunkt (siehe die Berichte, in denen vom Briefwechsel mit dem Täter oder dem Wunsch danach die Rede ist). Wieder andere wollten, dass ihre Erinnerung ans Internat und an die Schule durch nichts und niemanden getrübt sei. Die Schule mit ihrem Selbstbild als besondere religiös ausgerichtete Schule von erlesener Qualität bot sich zur Idealisierung geradezu an, versprach der Besuch der Schule doch quasi automatisch, dass man auf der Seite des Guten und Wahren stand. Selbst wenn man dieses Bild hätte beschmutzen wollen, man ging als Schüler schlicht davon aus, dass man gegen die allgegenwärtige Selbstbeweihräucherung keine Chance habe. Wer hätte dem Primaner oder gar dem Sekundaner geglaubt bei diesem Ruf der Schule?  Wir vermuteten zu Recht oder zu Unrecht - wir wissen es nicht -, dass die, die einen zum Lügner und Verleumder stempeln würden, eher unter den Lehrern, den Eltern der Externen und den sog. Altjosephinern zu finden seien als unter denen, die unmittelbar mit dem Internat zu tun hatten. Wir hatten schlicht Angst, Angst vor dem Täter und Angst, ihm und seinen möglichen Zuträgern nicht gewachsen zu sein.

 

Wir haben geschwiegen, weil wir uns intuitiv immer des übergroßen Machtgefälles zur Autoritätsperson Priester bewusst waren und bewusst geblieben sind, weil der sexuelle Missbrauch und die Misshandlung durch und durch ein katholischer Missbrauch und katholische Misshandlung war, ausgestattet mit geistlicher Macht, ausgestattet mit göttlicher Autorität. „Kann ein Kind wehrloser sein als in der Erfahrung, dass Gott selbst seine Peiniger in ihrem Tun legitimiert?“- fragt Godehard Brüntrup (SJ).

 

Tatsächlich war die Gewalt und Missachtung so allgegenwärtig und so normal, dass wir eigentlich nie mit jemanden eingehender darüber sprachen- weder in der Zeit des Internats noch später. Es lohnte sich gar nicht, über etwas zu reden, was sowieso jeder kannte und das einfach dazu gehörte. Um über Misshandlung zu reden, musst du Misshandlung als Misshandlung entschlüsseln und die Tat aus den Rechtfertigungen der Misshandler und den eigenen Schuldgefühlen entwirren. Und doch hat wohl jeden Betroffenen oder Zeugen diese Vergangenheit  beschäftigt, ganz hinten im Kopf, mal mehr mal weniger. Manche Zeugenschaft von  Gewalt an Mitschülern hat dir fürs ganze Leben Schuldgefühle gemacht, weil du für den Kameraden nicht eingestanden bist und vielleicht einfach nur gedacht hast, gut, dass es nicht dich erwischt hat.

 

Wohin hätten wir gehen sollen? Wem sollten wir unsere Geschichte Ende der 50er Jahre, der 60er und der 70er Jahre erzählen? Wer hätte uns das denn abgenommen? Abgesehen davon, dass wir nicht in der Lage gewesen wären, die Verstrickung mit dem Täter zu lösen und zu begreifen und ohne Angst vor Vergeltung zu schildern, was geschehen ist. Als Opfer eines Gewaltverbrechens durch Fremde, sei es Raub oder Vergewaltigung oder was auch immer, weißt du sicher, dass du Opfer geworden bist und identifizierst den Täter als Täter. Als Opfer eines Gewaltverbrechens in der Familie oder einer familienähnlichen Institution, sei es Missbrauch oder Misshandlung oder was auch immer, kannst du als abhängiges Kind in der Regel den Unrechtscharakter nicht abgrenzen und erst recht nicht den Täter als Täter demaskieren. Du bist verstrickt mit ihm und dem System drumherum. Wir haben zur Klärung 45 und mehr Jahre gebraucht und sind noch dabei. Einige von uns waren nicht wenig irritiert, als der Richter Merzbach im Zusammenhang unserer Berichte 2010 die uns widerfahrenen Taten unverblümt als Verbrechen diagnostizierte. Es dauerte, bis alle diese Diagnose, dass sie Opfer eines Verbrechens geworden waren, für sich selbst annehmen konnten.

 

Das Reden geht auch jetzt erst, weil wir in einem Alter von in der Regel über 60 Jahren schonungslos mit uns sein können. Wir dürfen uns als beschädigt bekennen, es ist trotzdem was aus uns geworden. Wir hatten Angst vor fantasierter grundsätzlicher Ablehnung, weil wir selber glaubten, niemand könne freiwillig einen so verletzten Menschen und vielleicht auch noch zusätzlich bekennenden „psychisch Schwerbeschädigten“ zum Freund, zum Mann, zum Liebhaber, zum Kollegen haben wollen. Traumatisierende Kindheitserlebnisse sind oft dissoziiert, sind vergessen, um den Alltag leben zu können. Sie brauchen einen Anlass, um wieder erinnert zu werden: Bilder, Berichte anderer Betroffener, ähnliche Erlebnisse oder Teile davon.

 

Wir hatten ferner keine wirklichen Worte für das, was uns geschah. Was hätten wir sagen oder anzeigen sollen? Das Wort „Missbrauch“ gab es so nicht. Irgendwie hieß das so grob „Unzucht mit Abhängigen“- aber das war sehr abstrakt und konnte das nicht sein, was der Pater mit uns machte und was, wie er sagte, Ausdruck seiner Liebe und Zuneigung zu uns oder Ausdruck seiner fortschrittlichen und zeitgemäßen Art der sexuellen Aufklärung war. Es diente ja uns und nicht ihm, ihn kostete das Überwindung. Wie kann ein solches Geschenk an uns Missbrauch oder Eigennutz oder Unzucht sein? Geschwiegen haben wir Jungs auch deshalb, weil wir unseren Kummer niemandem zeigen wollten. So seltsam sich das anhört, ein Junge kennt eben keinen Schmerz, der hält aus. Ein bedürftiger Junge erst recht.

 

Warum geschwiegen so lange Jahre? Weil wir beim Erinnern jedes Mal unsere eigene Würde wiedergewinnen müssen. Die eigene Würde wiedergewinnen, wo doch Verachtung für dieses Mädchen oder diesen Jungen, die das mit sich haben machen lassen, viel näher läge. Wann kann jemand über Missbrauch und Gewalt reden und mit wem? Auch engste Freunde haben sich 30 Jahre lang und mehr nicht über das ausgetauscht, was damals vorfiel. Das gilt sogar für missbrauchte Geschwister, die heute damit leben müssen, dass sie das jüngere Geschwisterkind doch jeweils hätten warnen können. Und die Geschwister fragen: warum hast du uns das nicht gesagt? Dann wären wir doch nicht…

 

Wir beschämen uns in jeder Erinnerung, denn wir waren beteiligt. Glaubten zum Beispiel an den "faulen Apfel", der eben aussortiert werden musste, erzählten diese Geschichte uns und anderen. Hielten selbst Ausschau nach Äpfeln mit braunen Flecken und versuchten die eigenen Flecken zu verbergen.

 


In diesem Zusammenhang stellt sich eine weitere Frage: Ihr habt solange geschwiegen, und jetzt redet Ihr. Warum genügen Euch das private Aufschreiben und das Lesen des Aufgeschriebenen durch Partner und Freunde nicht? Warum müsst Ihr Euch auch noch öffentlich ausbreiten in dieser schwer erträglichen Art und Weise, warum dieser Voyuerismus? Die Antwort ist vergleichsweise einfach: weil Missbrauch neben allen anderen Aspekten vor allem das ist: aufgezwungene Intimität und Heimlichkeit. Gegen Heimlichkeit und ungewollte Intimität das passende Gegen- Mittel ist Öffentlichkeit und Publicity.  Besonders dann, wenn die Verschleierung und die Vertrautheit mit dem Täter das Opfer ein Leben lang begleitet hat.

 

Etliche von uns haben Therapien gemacht und können nun reden, viele können auch jetzt noch nicht reden. Die Folgen von Missbrauch und Gewalt sind Teil unserer Persönlichkeit geworden. Für die Betroffenen bekommen die Worte des Generaloberen der Redemptoristen P. Dr. Josef Pfab 1980 zum 100jährigen Bestehen des Collegium Josephinum eine eigene Wirklichkeit: "Das Collegium Josephinum hat im Laufe seiner Geschichte vielen Schülern ein solides Fundament fürs Leben gegeben."  Ein Fundament lebenslänglich- errichtet nach der Zerstörung des Selbst. Solid gewiss. Für die meisten Betroffenen mehr Fragen denn Antworten.

 

Ehe wir darüber reden konnten, waren die Taten verjährt.

 

 

 

 

Warum machen wir aus einer Mücke einen Elefanten?

 

Die ‚normale’ Ohrfeige hat uns nicht geschadet- wahrscheinlich. Sie war berechenbar und von uns selbst bei der jeweiligen Missetat eingepreist. Wir konnten auch schon als Kinder unterscheiden, was ‚normal’ war und was ‚brutal’ war. Stockschläge waren brutal, Prügel mit dem Kreuz, bis das Kreuz und der Gekreuzigte zerbrachen, auch. Schläge, die den Handabdruck im Gesicht noch zwei Stunden sehen ließen, waren brutal. Einen Jungen zum Bösen anleiten und danach bestrafen war abartig. Psychischer Sadismus und Willkür waren zerstörerisch. Und es waren keine Einzelfälle.

 

Aufklärungsunterricht mit Pornobildern war Grenzüberschreitung, Schüler Pornohefte besorgen lassen war mindestens feige. Jungen unter der Bettdecke zum Orgasmus zu bringen war Missbrauch. Mit Jungen gemeinsam handgreiflich zu üben, vor dem Höhepunkt mit der Stimulation aufzuhören, war pervers. Jungen zu penetrieren war Vergewaltigung. Jungen zu diesem Zweck einzusperren war Freiheitsberaubung. Mädchen ins Zimmer zu locken und zu versuchen es zu penetrieren war damals strafbar- auch für Beichtväter.

Wir wollen, dass alle Taten vom Orden der Redemptoristen aufgearbeitet werden und dass aktiv nach weiteren Opfern gesucht wird. Wenn Schaden entstanden ist, wollen wir entschädigt werden. Wir wollen Abschied von diesem Teil unserer Vergangenheit nehmen. Wir wollen uns sicher sein, dass zukünftig keine strafbaren Handlungen mehr toleriert werden. Wir wollen im Guten mit unserer Vergangenheit abschließen.

 

Mithin waren die eigenen lebenslangen Versuche, aus dem Elefanten eine Mücke zu machen, offensichtlich schlussendlich dann doch vergebens.

 

 

 

 

In welchem Verhältnis stehen wir zur katholischen Kirche?

Die meisten von uns sind nicht mehr mit der Kirche verbunden, so dass sie keinen konstruktiven Impuls haben, kirchliche Veränderungen über das Thema Misshandlung und Missbrauch hinaus voranzutreiben.


Einige sind mit der Kirche weiter eng verbunden und wünschen für sich, dass sie Mitglied in einer Organisation sein dürfen, die ihren persönlichen Respekt wie auch öffentlichen Respekt verdient. Sie wollen Mitglied einer Organisation sein, der vertraut und deren Verlautbarungen nicht als erstes Misstrauen entgegengebracht wird.

 

 


 

Warum muss es denn gerade ein Verein sein?

 

Die Form des Vereins bietet als einzige Form die Möglichkeit uns zusammenzuschließen und als Gruppe zu agieren. Einzig als Gruppe sind wir für andere als Ansprechpartner beachtenswert (andere Betroffenengruppen, Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung und Presse z.B.). Wir stehen nicht in persönlicher Haftung. Wir sind leicht google- bar und können Anlaufstelle für Betroffene sein.

Als Verein sind wir sichtbar. Wir sind kompetente Hochleistungsüberlebende und haben etwas zu sagen und hören zu.

Der Verein wurde am 19.01.2013 gegründet und am 08.04.2013 ins Vereinsregister eingetragen. Das Finanzamt hat die Gemeinnützigkeit anerkannt.

 

Wenn Sie Mitglied werden wollen, nutzen Sie bitte das Beitrittsformular

 


für weitere Fragen wendet euch an:

verein@missbrauchsopfer-josephinum-redemptoristen.de

 

Oder nutze das Kontaktformular unter Kontakte!


Der jährliche Mitgliederbeitrag beträgt 10€.

 

Der Vorstand: 1. Vorsitzende: Frau Sylvia Witte

                           2. Vorsitzender: Hermann Vennenbernd

                           3. Geschäftsführer: Winfried Ponsens

 

Vereinszweck:       Gemeinnützigkeit, Prävention, Wiedergutmachung

 

 

Antragsformular Mitgliedschaft
Antrag Mitgliedschaft.doc
Microsoft Word Dokument 27.0 KB

Zweck des Vereins

Satzung MoJoRed e.V.
Satzung MoJoRed.pdf
Adobe Acrobat Dokument 208.5 KB

Auszug aus der Satzung

 

§ 2 Zweck des Vereins.

(1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung, namentlich der Förderung der Hilfe für Opfer von Straftaten, der Förderung der Kriminalprävention, der Förderung der Erziehung, Förderung der Jugendhilfe und der Förderung wissenschaftlicher Forschungs-vorhaben. Der Verein wirkt der Tolerierung von Straftaten gegen Kinder in den genannten Erziehungseinrichtungen und in Schulen entgegen und wird präventiv tätig.

 

Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch

(1) die Aufarbeitung der Fälle von körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt in Erziehungs- und Ausbildungseinrichtungen, in Schulen und in Einrichtungen der Jugendhilfe;

(2) die Bildung einer Anlaufstelle für Betroffene von Straftaten in den genannten Einrichtungen;

(3) die Bildung einer Plattform für Verhandlungen und Gespräche mit Verantwortlichen zur Prävention und Schadenswiedergutmachung;

(4) die Unterstützung der Arbeit der Ermittlungsbehörden und anderer ermittelnder Personen;

(5) die transparente Darstellung von Vorfällen und Straftaten im Bereich der sexuellen und sonstigen Gewalt gegen Kinder als Hilfe zur individuellen Aufarbeitung und Aufdeckung von Mechanismen, die solche Vorfälle begünstigen;

(6) die Erarbeitung von Konzepten zur Unterstützung der individuellen Aufarbeitung, der Problembewältigung und der Schadenswiedergutmachung;

(7) die kostenlose psychologische, pädagogische und rechtliche Beratung von

Opfern durch den Verein, soweit dies nach den gesetzlichen Vorschriften zulässig ist;

(8) die Mithilfe bei der Erarbeitung von Handlungskonzepten zur Kriminalprävention in anfragenden Erziehungs- und Ausbildungseinrichtungen;

(9) die Auditierung von Präventionsmaßnahmen in Erziehungs- und Ausbildungseinrichtungen und die Erarbeitung von Vorschlägen zu Verbesserungen der Prävention.

(10) Bildung einer Anlauf- und Beratungsstelle für Schüler, die mit Gewalt oder

Missbrauch konfrontiert sind;

(11) Öffentlichkeitsarbeit in Wort, Schrift und Bild mit dem Ziel über Misshandlung und sexuelle Gewalt in Vergangenheit und Gegenwart aufzuklären und Verarbeitungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

(12) Unterstützung von wissenschaftlichen Forschungsarbeiten im Bereich der sexuellen und sonstigen Gewalt in Erziehungs- und Schulungseinrichtungen.

 

Wir arbeiten ehrenamtlich. Sollten Sie die Ziele und Anliegen des Vereins finanziell unterstützen wollen, würden wir uns darüber sehr freuen. Das Finanzamt hat die Gemeinnützigkeit anerkannt. Spenden und Mitgliedsbeiträge sind daher steuerlich absetzbar.

Spendenkonto


              MoJoRed e.V.

              GLS Bank
              BLZ:         430 609 67
              Konto:     407 162 0600


              IBAN DE88 4306 0967 4071 6206 00

              BIC GENODEM1GLS

 

 

  

Wie sind wir zu erreichen?


Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Arbeit. Falls Sie sich mit uns in Verbindung setzen möchten, können Sie mit uns direkt über die Emailadresse

verein@missbrauchsopfer-josephinum-redemptoristen.de

in Kontakt treten. Die Emails kann nur der Vereinsvorstand lesen.

 

Bitte das Kontaktformular unter Kontakte nutzen.

 

Oder brieflich an:


MoJoRed e.V.
c/o Ponsens
Rehweg 8
53919 Weilerswist

Tel: 02254/845266

 

Sie können auch das Gästebuch nutzen. Allerdings behalten wir uns vor, beleidigende Texte nicht einzustellen.

 

Kontaktdaten der Missbrauchsbeauftragten der Redemptoristen:

Sr. Martina Kohler SSpS
Arnold-Janssen-Klooster
Capucijnenweg 9
NL-6286 BA Wahlwiller-Wittem
Tel. 0031 - 43 - 451 1841
Mobil 0170 / 7288809

Mail: sr.martina.kohler@web.de



Herr Günter Niehüser
Sophie-Grosch-Str. 1
55122 Mainz
E-mail: g.niehueser@rz-online.de
Mobil: 0160 8731567

Zur Aufgabe  und zum Selbstverständnis des Missbrauchsbeauftragten siehe die Erläuterungen unter "Hinsehen und Wegschauen" unter dem Datum 11.04.2015.

Dank an den ausgeschiedenen Missbrauchsbeauftragten des Ordens Herrn Merzbach und Dank an die Moderatorin der Gespräche des Ordens und der Betroffenen- Dank an die Ordensleitung

Wir bedanken uns bei Herrn Richter Merzbach für seine besondere Art der Aufarbeitung: entschieden auf der Seite der Wahrheit und emphatisch für die, die berichteten.

Wir bedanken uns bei Frau Haardt- Becker, die es als Moderatorin verstanden hat, die Partei der Opfer zu ergreifen, ohne parteilich zu sein.

Auch einen Dank an die Ordensleitung (Pater ten Winkel und Pater Römelt) möchten wir hier nicht auslassen. Ein Dank vor allem deshalb, weil sie an der Stelle, wo sie hätte sagen können, wir haben unsere Pflicht getan, weiterhin den Dialog mit den Betroffenen angeboten hat.

Dank an den Verein "Ettaler Misshandlungs- und Missbrauchsopfer e.V."

 

Wir danken den Leidensgenossen aus Ettal ganz herzlich für ihre Solidarität, ganz besonders dafür, dass wir uns an ihrer Homepage bedienen durften. So wurde uns viel Arbeit erspart. Die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins "Ettaler Misshandlungs- und Missbrauchsopfer e.V." haben wir uns inhaltlich und formal zum Vorbild genommen. Vielen Dank!