Aktuelles ab 16.03.2021

Aktuelles zu Anerkennungsleistungen:  Ab 01.01.2021 gilt die Weiterentwicklung der Anerkennung des Leids. Der ganze Ablauf rund um die Antragstellung ist in ausgezeichneter Weise der Homepage "Betroffeneninitiative-Hildesheim.de " zu entnehmen. Ab 01.01.2021 gilt die Weiterentwicklung der Anerkennung des Leids. Der ganze Vorgang rund um die Antragstellung ist auf der Homepage "Betroffeneninitiative-Hildesheim.de " hervorragend geordnet und dargestellt.

 

Wir empfehlen ausdrücklich diese Zusammenstellung auf

 

http://betroffeneninitiative-hildesheim.de/

 

Die konkreten Antragsformulare (Erstantrag, Folgeantrag) sind hier zu finden:

http://betroffeneninitiative-hildesheim.de/index.php/antraege

 

 

Wir vom Vorstand des Vereins MoJoRed e.V. sind zur Zeit noch dabei, auch juristisch vorzuklären, was in einen solchen Antrag gehört und wie der Bericht formuliert werden sollte. Wir bitten alle, sich mit der Antragstellung eher Zeit zu lassen und auf keinen Fall unüberlegt schnell zu handeln. Die Diskussion über das "rechtssichere" neue Gutachten der Kanzlei Gehrke, das am 18. März veröffentlicht wurde, bietet durchaus wichtige Hinweise für eine aus Opfersicht zielführende Antragsstellung. Wir werden berichten.

 

 25.02.2021   Nachricht vom externen Beauftragten Niehüser: "Heute kann ich Ihnen mitteilen, dass die Provinz der Redemptoristen dem Anerkennungsverfahren über einen Fonds der Deutschen Ordensoberenkonferenz beigetreten ist. Das entsprechende Schreiben liegt mir in Kopie vor. Die DOK wird in absehbarer Zeit zusätzlich auf ihrer Homepage alle Orden und Kongregationen auflisten, die diesem Verfahren beigetreten sind."

 

 

Die Anträge werden vom Missbrauchsbeauftragten des Ordens der Redemptoristen in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet und an die Kommission weitergeleitet. Da zur Zeit bedingt durch den tragisch frühen und plötzlichen Tod von Herrn Niehüser und das angekündigte Ausscheiden von Frau Bartels, niemand wirklich zuständig ist, bitten wir um Geduld.

 

Beachten Sie bitte auch unser Forum, in dem  Fragen um die Anerkennungsleistungen herum zur Zeit ebenfalls diskutiert werden.

 

 

 

10.06.2021  Neuer externer Beauftragter des Ordens der Redemptoristen benannt

Nach dem plötzlichen und unerwarteten Tod von Hr. Niehüser und dem gesundheitsbedingten Ausscheiden von Fr. Bartels zum 15 Juni hat die Provinzleitung des Ordens der Redemptoristen umgehend in Abstimmung mit dem Vorstand des Betroffenenvereins eine Neubesetzung organisieren können. Neuer externer Beauftragter ist Herr Martin van Ditzhuyzen. 

Er ist auch externer Beauftragter des Bistums Aachen, insofern für die Thematik geschult. Er spricht Deutsch, Niederländisch und Englisch. 

Näheres zu seiner Person finden Sie auf der Homepage des Bistums Aachen:

https://www.bistum-aachen.de/aufarbeitung-konsequenzen/Schon-umgesetzt/Unabhaengige-Ansprechpersonen/Martin-van-Ditzhuyzen-/ 

 

Seine Kontaktdaten sind: 

Martin van Ditzhuyzen 

Steinstraße 22                                              

41334 Nettetal 

 

Eigens für die Funktion als externer Beauftragter des Ordens der Redemptoristen hat er die Telefonnummer 02153-1397123 eingerichtet.  

 

Email: info@vd-organisationsberatung.de 

www.vd-organisationsberatung.de 

           

Herr Ditzhuysen beginnt bereits am 10. Juni mit seiner Aufgabe.

Der Sektor "Aktuelles" wird ab dem 16.03.2021 in einer anderen Form als bisher weitergeführt. Bisher haben wir versucht, die wesentlichen Meldungen zum Thema der sexualisierten Gewalt allgemein in möglichst großer Zahl wiederzugeben. Das führte angesichts der Unzahl täglicher Meldungen seit 2019 zu ausufernder und retraumatisierender Beschäftigung des Administrators mit diesem Thema. Wir haben uns daher entschlossen, nur noch die Meldungen zum Thema aus dem Verein, dem Orden und der Kirche hier zu präsentieren, die für uns als Verein der Betroffenen mehr oder weniger direkte Bedeutung haben. Wir werden versuchen, einzelne Meldungen in einen übergeordneten thematischen Zusammenhang zu stellen und nur noch auf Presseartikel zu verweisen, die wir für besonders lesenswert erachten. Wir bitten um Verständnis.

 

30.03.2021  Aufregung um Kölner Gutachten reißt nicht ab

https://www.domradio.de/themen/erzbistum-koeln/2021-03-19/das-tut-mir-unendlich-leid-weihbischof-puff-erlaeutert-wunsch-nach-beurlaubung

https://www.domradio.de/themen/sexualisierte-gewalt/2021-03-19/voellig-planloses-versagen-gercke-ueber-das-gutachten-und-die-hintergruende

https://www.domradio.de/themen/weihbischof-dominikus-schwaderlapp/2021-03-18/erste-konsequenz-aus-missbrauchsgutachten-koelner-weihbischof-dominikus-schwaderlapp-bietet

https://www.domradio.de/themen/erzbistum-koeln/2021-03-18/um-schaden-abzuwenden-hamburger-erzbischof-hesse-bietet-ruecktritt

https://www.domradio.de/themen/erzbistum-koeln/2021-03-18/mir-ist-ein-stein-vom-herzen-gefallen-koelner-betroffenenbeirat-zum-missbrauchs-gutachten

https://www.domradio.de/themen/sexualisierte-gewalt/2021-03-19/der-fehler-wurde-2011-gemacht-kirchenrechtler-guethoff-analysiert-koelner-gutachten

https://www.domradio.de/themen/erzbistum-koeln/2021-03-18/vorwuerfe-gegen-einen-hohen-kirchenrichter-kardinal-woelki-entpflichtet-offizial-assenmacher

https://www.domradio.de/themen/sexualisierte-gewalt/2021-03-19/voellig-planloses-versagen-gercke-ueber-das-gutachten-und-die-hintergruende

https://www.domradio.de/themen/erzbistum-koeln/2021-03-19/spektrum-reicht-von-lob-bis-kritik-reaktionen-auf-das-koelner-missbrauchsgutachten

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/erzbistum-koeln-gutachten-entlastet-rainer-maria-woelki-und-belastet-hamburger-erzbischof-a-f71bf0b7-c3cd-4ae4-bde0-698dc70de6d9?sara_ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2021-03/katholische-kirche-gutachten-sexueller-missbrauch-erzbistum-koeln-kardinal-woelki

https://www.spiegel.de/panorama/missbrauch-in-der-katholischen-kirche-die-grosse-dunkle-patengestalt-im-hintergrund-a-970c7b0b-9f1d-45d3-80df-a07c60fbc6f0?sara_ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ

https://www.deutschlandfunk.de/missbrauchsgutachten-die-koelner-krise-ist-paradox.720.de.html?dram:article_id=494437

https://www.zeit.de/amp/gesellschaft/2021-03/missbrauch-katholische-kirche-gutachten-koeln-maria-mesrian

https://www.katholisch.de/artikel/29162-nach-koelner-missbrauchsgutachten-roerig-fordert-absolute-transparenz

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/schuld-und-suehne-a-7930e838-af46-4577-b381-789f0b1a50dd?sara_ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ

https://www.zeit.de/gesellschaft/2021-03/missbrauch-katholische-kirche-gutachten-rainer-maria-woelki-patrick-bauer

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast3014.html

https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/kardinal-rainer-maria-woelki-sollte-sich-zurueckziehen-kommentar-a-30b9276b-6040-4703-970a-34beabd708f1?sara_ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/koelner-missbrauchsgutachten-kardinal-rainer-maria-woelki-haelt-wort-17254441.html

https://www.deutschlandfunk.de/gutachten-zu-sexueller-gewalt-in-der-kirche-es-steigen.886.de.html?dram:article_id=494369

https://www.sueddeutsche.de/meinung/katholische-kirche-erzbistum-koeln-woelki-sexueller-missbrauch-hesse-1.5241029

https://sinnundgesellschaft.de/meinungen/ein-schmierenstueck/

https://www.kirche-und-leben.de/artikel/koelner-kardinal-woelki-schliesst-ruecktritt-aus

https://www.sueddeutsche.de/politik/katholische-kirche-missbrauch-meisner-woelki-koeln-1.5242219

https://youtu.be/77-H5GjhNdg

https://www.sueddeutsche.de/panorama/kirche-koeln-experte-schueller-woelki-opfert-mentor-und-mitstreiter-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210323-99-937281

https://www.kirche-und-leben.de/artikel/kardinal-woelki-gesteht-eigene-schuld-ein-und-lehnt-ruecktritt-ab

https://www.herder.de/hk/kirche/koelner-missbrauchsgutachten-ueberfuehrt/

https://www.katholisch.de/artikel/29201-jesuit-hans-zollner-im-koelner-gutachten-fehlt-die-opferperspektive

https://www.deutschlandfunk.de/kritik-am-erzbistum-koeln-entschuldigungen-und-bussgaenge.694.de.html?dram:article_id=494631

https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=912438

https://www.domradio.de/themen/sexualisierte-gewalt/2021-03-25/gut-und-richtig-betroffenenbeirat-mitglied-lobt-zweites-missbrauchsgutachten

https://hpd.de/artikel/mir-deutlich-geworden-warum-erzbistum-gutachten-schublade-halten-will-19138

https://www.katholisch.de/artikel/29236-noch-keine-antwort-aus-rom-zu-woelkis-verhalten-im-fall-o

https://mam.erzbistum-koeln.de/web/4255a3192cdf2de3/gutachten-zur-unabh-ngigen-untersuchung/?mediaId=C0BB3F79-F035-428A-80133F82D5B7D059

https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2021-03/koeln-gercke-missbrauch-gutachten-woelki-brueggenjuergen.html

http://theosalon.blogspot.com/2021/03/ecce-homo-missbrauchsgutachten-schuld.html

https://www.kirche-und-leben.de/artikel/trierer-bischof-ackermann-lobt-koelner-gutachten

https://www.herder.de/hk/kirche/koelner-missbrauchsgutachten-ueberfuehrt/

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/betroffenenbeirat-kritisiert-woelki-und-gutachten-zu-missbrauch-17270637.html

https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/schwaderlapp-rueckblickend-wuerde-ich-vieles-anders-machen;art4874,216798

https://www.tagesspiegel.de/kultur/sexueller-missbrauch-der-wegschauer-vom-dienst/27054498.html

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Missbrauch-Kardinal-kaempft-um-Deutungshoheit,zapp12920.html

 

 

27.03.2021   Theologe und Psychiater Manfred Lütz verwahrt sich gegen Gutachter-Aussagen

Das ist natürlich eine recht zweifelhafte Richtigstellung. Herr Lütz war also kein Gutachter, aber er war einer, der Stellungnahmen verfasste und die "Betroffenenpolitik" des Erzbistums wesentlich beeinflusst hat- und das deutlich eher im Sinne des Erzbistums, den Fall "wegzukriegen" als im Sinne der Betroffenen.

26.03.2021   Beeindruckender Filmbeitrag von Mitgliedern unseres Vereins

19.03.2021 Mitglied des Kölner Betroffenenbeirats wirft "Maria 2.0" vor, Missbrauch zu missbrauchen

Unglaublich aber wahr. Ein  Mitglied des Betroffenenbeirats keilt gegen die UnterstützerInnen von Missbrauchsopfern unfair aus:

https://de.catholicnewsagency.com/story/mitglied-des-betroffenenbeirats-in-koeln-maria-20-missbraucht-uns-8083

https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/maria-20-war-fuer-uns-keine-unterstuetzung;art4874,216797

 

Herr Ponsens als Geschäftsführer des Vereins MoJoRed und als ehemaliges Mitglied des Betroffenenbeirats reagierte umgehend mit einer Email:

 

"Liebe Menschen von Maria 2.0!

 

Ich selbst bin Betroffener von Missbrauch und war Mitglied im Kölner Betroffenenbeirat. Ich erinnere mich gerade an eine Aktion in Mainz anlässlich der Bischofskonferenz. Wie wir Betroffene da im Dom standen mit unseren Transparenten am Leib und wie Ihr im Rücken von uns auf der Treppe saßet. Soviel guten  Rückenwind hatten wir noch nie. Und da geht jetzt ein sog. Betroffenenvertreter (Bringmann- Henselder) hin und beschimpft Euch. Ja, es ist ein Elend mit diesem Beirat und mit einem großen Teil der verbliebenen Mitglieder. Wir ehemaligen Mitglieder sind beschämt und empört, ja voller Zorn und gleichzeitiger Ohnmacht. 

 

Macht einfach weiter so! Ihr seid Klasse und macht es Klasse!

 

 

Winfried Ponsens"

 

18.03.2021   Gutachten zum Umgang des Erzbistums bei Sexuellen Missbrauch heute veröffentlicht

 

Der Sprecher der Betroffenen-Initiative "Eckiger Tisch", Matthias Katsch, bezeichnete das Gutachten als Freispruch für Woelki: "Was man bestellt hat, hat man bekommen." Das Gutachten kläre weder moralische noch kirchenrechtliche Fragen. Katsch kritisierte zudem, dass die Perspektive der Betroffenen für die Erstellung des Gutachtens keine Rolle gespielt habe. Das Gutachten sei kein Ersatz für Aufarbeitung, so Katsch. Diese müsse erst noch geschehen.

 

Der ehemalige Sprecher des Betroffenenbeirats im Erzbistum Köln, Karl Haucke, formulierte seine Kritik noch deutlicher: "Nach dieser Showveranstaltung von eben bin ich der Meinung, die theologischen Fakultäten in Deutschland können ihren Laden schließen."

 

 

https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/betroffener-karl-haucke-zu-gutachten-erzbistum-koeln-100.html

https://www.erzbistum-koeln.de/news/Unabhaengige-Untersuchung-jetzt-online-einsehbar/

https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2021-03/roerig-missbrauch-gutachten-gercke-koeln-erschreckend-ausmass.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE

https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2021-03/koeln-schwaderlapp-amtsverzicht-missbrauch-gutachten-gercke.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE

https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2021-03/koeln-erzbistum-missbrauch-gutachten-vorwuerfe-woelki-meisner.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE

https://www.deutschlandfunk.de/sexueller-missbrauch-im-erzbistum-koeln-der-priester-der.886.de.html?dram:article_id=489235

https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2021-03/koeln-missbrauch-gutachten-gercke-norbert-feldhoff-priesterrat.html?

utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE

https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2021-03/hans-zollner-koeln-missbrauch-gutachten-gercke-kleiner-schritt.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE

https://www.kirche-und-leben.de/artikel/warum-ist-kardinal-woelki-nicht-gaenzlich-entlastet-herr-schueller

https://www.deutschlandfunk.de/der-tag-katholische-kirche-das-unvollstaendige.3415.de.html?dram:article_id=494334#

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/missbrauch-in-der-kirche-gutachten-zeigt-ausmass-im-erzbistum-koeln-17251401.html

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/warum-missbrauchs-aufarbeitung-in-der-kirche-scheitert-kommentar,SS1UClY

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/missbrauch-in-der-kirche-eine-erschuetternde-bilanz-17252111.html

https://www.spiegel.de/panorama/kirchenrechtler-wirft-gutachtern-entlastung-von-verantwortlichen-im-erzbistum-koeln-vor-a-04f0b926-d3a4-4f18-a850-e7fdbe7ebe10

https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2021/03/19/die_komplette_sendung_zum_nachhoeren_tag_fuer_tag_dlf_20210319_0935_19c4d517.mp3

https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=911257

https://www.google.de/amp/s/www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-politikum/audio-subtiles-kirchenrecht--gewalt-gegen-frauen---meinungsmagazin-100.amp 

https://www.google.de/amp/s/www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-politikum/audio-subtiles-kirchenrecht--gewalt-gegen-frauen---meinungsmagazin-100.amp 

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2021-03/sexueller-missbrauch-katholische-kirche-gutachten-bistum-koeln-erzbischof-stefan-hesse

https://www.kirche-und-leben.de/artikel/woelki-erzbistum-koeln-will-unabhaengige-aufklaerung-von-missbrauch

https://www.katholisch.de/artikel/29150-nach-gutachten-weihbischof-puff-vorlaeufig-freigestellt

https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2021/03/19/keine_pflichtverletzung_von_kardinal_woelki_zum_koelner_dlf_20210319_0936_0bca3787.mp3

https://www.katholisch.de/artikel/29145-kardinal-woelki-ich-hab-mein-versprechen-gehalten

https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/erzbistum-koeln-weiterer-bischof-wegen-missbrauchsgutachten-beurlaubt-a-824be940-a7df-4171-a550-3f3eb0256f4e?sara_ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ

https://hpd.de/artikel/war-keine-aufarbeitung-19114

https://www.ksta.de/koeln/nach-missbrauchs-gutachten-weiterer-koelner-bischof-beurlaubt-38199466

https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/kardinal-rainer-maria-woelki-sollte-sich-zurueckziehen-kommentar-a-30b9276b-6040-4703-970a-34beabd708f1

https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/erzbistum-koeln-weiterer-bischof-wegen-missbrauchsgutachten-beurlaubt-a-824be940-a7df-4171-a550-3f3eb0256f4e

https://www.focus.de/politik/deutschland/groesste-krise-seit-der-reformation-meinung-die-katholische-kirche-auf-dem-weg-zur-sekte_id_13097308.html

https://www.t-online.de/region/koeln/news/id_89680482/koeln-kirchenrechtler-schueller-kritisiert-koelner-gutachten.html

https://fb.watch/4kI5DuK-eC/

https://www.deutschlandfunk.de/gutachten-zu-sexueller-gewalt-kirchenrechtler-sehr.694.de.html?dram:article_id=494356

https://www.ksta.de/koeln/nach-missbrauchs-gutachten-weiterer-koelner-bischof-beurlaubt-38199466

 

 

18.03.2021   Unser Mitglied Karl Haucke auf einer Veranstaltung von Maria 2.0 auf der Domplatte zum Kölner Gutachten

 

Beitrag bei Maria Mesrian, Maria 2.0

18. März 2021, 17.00 Uhr, Domplatte

 

 

Liebe Mitstreiter*innen, liebe Freundinnen und Freunde,

 

Wir treffen uns hier aus ernstem Anlass. Ich habe die Veranstalter*innen vorher gefragt, ob ich trotzdem hier das Folgende tun darf, und ich darf.

Ich darf  Ihnen aus bestimmtem Grund ein kleines,

vierzeiliges Karnevalslied singen.

Ich hoffe, mein Musiklehrer verzeiht mir.

 

Ich bin ene kölsche Jung, wat willste mache,

Ich bin ene kölsche Jung, ich don jään lache.

Ich bin och sons nit schläch, nä ich bin brav

ming lieblingswöötche heißt Kölle Alaaf.

 

Das Lachen der Kindheit wurde mir weitgehend genommen, als der Täter das erste Mal unter meine Bettdecke griff.

 

Und jetzt kommt die entscheidende 5. Zeile, extra für Sie, für heute, in langen mühsamen Nächten gedichtet:

 

Ich sare dem Erzbischof ein Kölle Allaf

 

Ich hoffe, er versteht das jetzt nicht als Versöhnungsangebot.

 

Es geht mir um das Widerständige in der neuen Zeile. Ganz zart
versuche ich dem Kardinal zu sagen:

Du kannst mich demütigen,

Du kannst mich mit Heerscharen von Rechtsanwälten für Deine Machtinteressen missbrauchen,

Du kannst mich kränken und krankmachen -

 

aber eines kannst Du nicht: Mich mit Deinem,

wie Kabarettist Jürgen Becker es ausdrückt,

"Sakralstalinismus" umbringen.

Das geht nicht mehr.

Das hat schon der Täter aus Deinen Reihen vor 50 Jahren getan.

Zwei Mal geht nicht, Herr Woelki.

 

Ich habe lange überlegt, ob ich heute eine neue Schlacht von Worringen anzetteln soll, die ja bekanntlich im 13. Jahrhundert der Kölner Erzbischof gegen kölner und bergische Bürger verloren hat. Stattdessen habe ich mich entschieden, hierher zu meinen Leidensschwestern zu kommen, die ja mit dem männerbündischen  Machtgehabe

im Erzbistum Köln genau so hadern.

 

Und damit sind wir angekommen bei Schluss mit lustig.

 

Ich berichte hier einige Einzelheiten - nur eine Auswahl aus den

mehrfach anwaltlich verifizierten Zahlen:

 

202 Verbrecher aus dem direkten Umfeld der Kirche haben sich

314 Menschen aus ihrem Unterstellungsbereich vorgenommen,

davon mehr als 50 % Minderjährige, um sie zu vergewaltigen.


 

Wenn sie davon erfahren haben, die Verantwortlichen -

viele Opferberichte waren es ja offensichtlich nicht wert, ihren Weg

in den Nebel der brüderlichen Bistumsakten zu finden -

 

- wenn sie davon erfahren haben - mit welchem Werkzeug haben sie dann agiert?

Ich kann es Euch / Ihnen sagen: Sie haben mit unseren Erfahrungen, mit unseren Biografien gespielt.

 

Sie haben gespielt wie ein zweijähriges Kind, das eine Apfelsine anstupst, um dann zu schauen, was passiert. Es ist zu berichten von mindestens 74 in der Ampel der Anwälte rot markierten Pflichtverletzungen.

 

Unkenntnis,

Unzuständigkeit,

Kontrollverlust,

Intransparenz,

Desinteresse    -

 

Das waren die Werkzeuge, mit denen hochrangige Manager eines
Millionenunternehmens, die zusätzlich auch noch Seelsorger waren, hantiert haben. Wohlgemerkt, wir reden hier nicht von den
Missbrauchstätern, sondern von den Tätern hinter den Tätern.

 

Sie haben mit unseren Biografien gespielt. Sie haben übersehen, dass ich ein Mensch und keine Apfelsine bin. Und dadurch haben sie mit dem Leben derer gespielt, die nach uns kamen. Ich brauche nicht
weiter auszuführen, dass die fehlende Aufdeckung, die fehlende Sanktionierung weiteren Übergriffen den Weg geebnet hat.

 

Herr Woelki hat die ersten 10% seines Versprechens zur Aufklärung  erfüllt. Allerdings  hat selbst der juristische Gutachter betont: Jetzt müssen andere ran. Historiker. Traumaexperten, Moraltheologen.

Die ethische Dimension ist jene, die bei der Pressekonferenz gestern gar nicht angesprochen wurde - erstaunlich für die Betrachtung eines Unternehmens, das auf einem moralisch so hohen Ross sitzt. Müssen die Repräsentanten nicht auch auf die Ethik ihres Verhaltens,

auf die Übereinstimmung ihrer Weiheversprechen mit ihrem Verhalten untersucht werden?

 

Der Anfang einer Aufarbeitung ist gemacht. Den weiteren Weg hat Herr Woelki gestern Abend in den Tagesthemen in die Hände der

derzeit zu bildenden Aufarbeitungskommission gelegt. Der nächste Stolperstein liegt hier mitten auf dem Weg, Herr Woelki.

 

Die Beschickung dieser Aufarbeitskommission mit -

- dies ist zugegeben Hörensagen - überwiegend kirchennahem Personal ist kein gerader Weg ins Glück der Aufarbeitung.

 

 

Herzlichen Dank. 

 

17.03.2021. Matthias Katsch und Klaus Mertes sollen das Bundesverdienstkreuz erhalten wegen ihrer Verdienste um die Aufarbeitung

17.03.2021  Gutachter Dr. Carsten Brennecke zur Nichtveröffentlichung des Münchener Gutachtens

16.03.2021    Die bekannten Missbrauchsfälle im Erzbistum Köln im Überblick

Übernahme aus dem Stadtanzeiger Köln:

"In Sondergutachten sowie Berichten verschiedener Zeitungen sind – neben dem Fall Ue. und dem Fall O. – weitere Missbrauchstaten von Priestern des Erzbistums Köln bereits vor der Veröffentlichung der von Kardinal Rainer Woelki in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten  ausführlich dargestellt worden. Aus den Berichten ergeben sich auch Vorwürfe gegen führende Würdenträger, die ihre Amtspflichten verletzt und Missbrauch vertuscht haben sollen.

 

Die Fälle im Überblick

 

Pfarrer A.: Vorbestraft und in drei Bistümern tätig  

 

Pfarrer A. wurde 1972 wegen „fortgesetzter Unzucht mit Kindern und Abhängigen“ zu einer Haftstrafe verurteilt. 1988 erhielt er wegen erneuter Vorfälle eine Bewährungsstrafe. Dennoch war er weiter als Seelsorger aktiv – in den Bistümern Köln, Münster und Essen. Erst 2019 verbot Kardinal Rainer Woelki ihm die Ausübung des priesterlichen Dienstes. Inzwischen wurde er aus dem Klerikerstand entlassen.

 

Dem früheren Kölner Personalchef und heutigen Hamburger Erzbischof Stefan Heße wird angelastet, einen Verdacht gegen den Priester nicht weitergeleitet zu haben. Heße weist das zurück. Der damalige Generalvikar Dominik Schwaderlapp sei informiert gewesen.

 

Kölner Kardinälen werden Fehler vorgeworfen

In dem Fall wird auch den verstorbenen Kölner Kardinälen Joseph Höffner und Joachim Meisner sowie dem Münsteraner Bischof Heinrich Tenhumberg Fehler sowie dem früheren Kölner Generalvikar Norbert Feldhoff Fehlverhalten vorgeworfen. Der amtierende Essener Bischof Franz-Josef Overbeck nannte es ein Versäumnis, dass er sich die Personalakte von A. nicht habe kommen lassen, als er kurz  nach seinem Amtsantritt von den Vorwürfen erfahren habe.

 

Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ veröffentlichte ein geheim gehaltenes Gutachten, das die Bistümer Köln, Essen und Münster zu dem Fall A. bei der Münchner Anwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl angefordert hatten. Es listet eine Reihe von Versäumnissen und Pflichtverletzungen früherer Amtsträger auf.

 

Eines der Opfer von Pfarrer A. berichtete dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass sich Kardinal Woelki vor wenigen Tagen in einem persönlichen Brief bei ihm entschuldigt habe – mehr als zehn Jahre, nachdem sich der Mann  beim Erzbistum gemeldet hatte, dort aber seinerzeit keine Anerkennung erfahren hatte.

 

Pfarrer F. – Verfasser von Kinderbüchern 

 

Der 73-jährige Kölner Priester und religionspädagogische Sachbuchautor F. soll in den 1990er Jahren eine Mutter mit mehreren Söhnen aufgenommen und die Kinder missbraucht haben. Laut „Bild“-Zeitung hat der Pfarrer sich das Stillschweigen der Mutter für damals 30 000 Mark erkauft. Obwohl im Jahr 2000 und 2004 in den endgültigen Ruhestand versetzt, soll es danach wieder zu Beschwerden gegen den Geistlichen gekommen sein. Das Erzbistum ließ sowohl die pastoralen Mitarbeiter als auch die Gemeinden, in denen F. tätig war, im Unklaren.

 

Verstorbener Pfarrer F. – Opfer als unglaubwürdig hingestellt

 

Die Beilage „Christ&Welt“ der Wochenzeitung „Die Zeit“ veröffentlichte in der vorigen Woche den Fall des inzwischen verstorbenen Pfarrers F. Er soll ab 1968 einen Schüler und späteren Messdiener vergewaltigt haben. 2011 meldete sich der Betroffene beim Erzbistum. Der damalige Personalchef Stefan Heße führte – außerhalb des vorgesehenen Rahmens und ohne Hinzuziehung der Opferbeauftragten – Gespräche mit dem Betroffenen, in denen er dessen Geschichte für unglaubhaft erklärte. Heße informierte auch Kardinal Meisner über den Vorgang. Weitere Klärungen erfolgten nicht.

 

Anzeige eines Kölner Priesters folgte erst Jahre nach Geständnis

Verstorbener Pfarrer M. – Vier Jahre keine Anzeige

 

Nach Medienberichten soll der 1943 geborene Geistliche im September 2014 der Personalabteilung im Erzbistum Köln gestanden haben, von 1971 bis 1996 Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts missbraucht zu haben. Eine Strafanzeige erfolgte erst 2018. Allerdings wären sämtliche Taten bereits 2014 lange verjährt gewesen. 2016 zeigte Kardinal Woelki dem Vatikan den Fall an.

 

Pfarrer E. – Missbrauch im Internat

 

2015  rollte das Erzbistum in einer wissenschaftlichen Studie Missbrauch im früheren Collegium Josephinum in Bad Münstereifel auf. Die Untersuchung ergab Missbrauchsvorwürfe gegen den  früher im Internat beschäftigten Pfarrer E. in den 1980er Jahren. Der Geistliche soll sich 2002 auch sexuell grenzüberschreitend gegenüber einer Jugendlichen verhalten haben.

 

Woelki versetzte E. nach Angaben der Erzdiözese Köln am 1. September 2017 in den einstweiligen Ruhestand und meldete den Fall der Glaubenskongregation. Im November 2016 nahm E. an einer Privatmesse mit dem Papst teil, der den Priester segnete und von diesem unter anderem eine Karnevalsmütze geschenkt bekam. Ein 2020 angelaufenes Strafverfahren gegen E.  ruht, weil  der Priester nicht verhandlungsfähig sei.

 

Verstorbene Pfarrer S. und Kaplan P. – Opfer wegen „Ungehorsams“ suspendiert      

 

Der Priester Michael Schenk zeigte dem Erzbistum 2002 an, dass er als Kindergartenkind von mehreren Priestern vergewaltigt worden sei. Ein Gutachter, der sich lediglich auf die Aktenlage stützte und nie mit Schenk sprach, stufte die Angaben des Geistlichen als unglaubwürdig ein. Auch Meisner glaubte dem Geistlichen nicht und suspendierte ihn 2002 stattdessen wegen „Ungehorsams“ vom Dienst.

 

Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ veröffentlichte Schenks Geschichte im November 2020. Das Erzbistum hat Schenk 2019 als Opfer anerkannt, weigert sich aber, die damaligen Vorgänge von unabhängiger Seite prüfen zu lassen. (mit kna)"

 

 

Dazu auch ein Artikel, wer im Erzbistum wann Verantwortung trug:

https://www.kirche-und-leben.de/artikel/missbrauchsvorwuerfe-in-koeln-wer-war-wann-verantwortlich

 

16.03.2021  Impulspapier des UBSKM zum Tatort Familie "Tatkontext Familie als gesamtgesellschaftliche Aufgabe für Aufarbeitung, Schutz und Hilfe" erschienen